
Die Graskraft GbR wurde in Berlin ursprünglich mit dem Ziel gegründet, über eine Technologieorientiere Unternehmensgründung an Förderdermittel zu kommen. Sie ist aus dem einige Jahre früher gegründeten Graskraft-Projekt heraus entstanden, das sich im Verein Graskraft mit Sitz in München organisiert hatte. Die Entwicklung der Graskraft-Idee und was daraus wurde hat Ekkehard Schneider in einem Vortrag in Heiden geschildert.
Gründungsmitglieder waren zum einen Initiatoren des Graskraft-Projekts (Ekkehard Schneider, Walter Graf), die durch in Berlin ansäßige Experten ergänzt wurden (Roland Schnell, Andreas Wegener). Am Anfang war auch noch die Firma des Bruders von Andreas Wegener dabei, was zu dem komplizierten Namen führte, unter dem das Unternehmen in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg geführt wurde.
Die GbR wurde schließlich 2009 abgemeldet, nachdem sie ihre Geschäftstätigkeit im September 2007 eingestellt hatte.
Es sind an verschiedenen Stellen im Internet noch alte Adressen und Telefonnummern zu finden, die allesamt ungültig sind.
Die reservierten Domainnamen (.de, .net, .org, .eu, .com) wurden auf die Graskraft Ltd. übertragen, so daß die E-Mail-Adressen weiterhin funktionieren.
Es waren zwei clevere Unternehmensberater, die die Idee gehabt hatten, daß sich mit der Graskraft-Idee Fördermittel akquirieren lassen könnten. Das Graskraft-Projekt hatte vergeblich nach Unterstützern gesucht. Es wurden Monate damit zugebracht, die Unterlagen zusammen zu stellen und immer wieder zu ändern. Aber als formalen Partnern mußte es eine Firma geben, in der die Initiatoren das Sagen hatten. Leider wurde es nichts mit den Fördermitteln und auch andere Versuche verliefen im Sande.
| Nr. | Jahr | Ort |
| 1 | 2000 | Triesdorf |
| 2 | 2001 | Norddeich |
| 3 | 2001 | Hohenhein |
| 4 | 2002 | Grainau |
| 5 | 2001 | Bad Hersfeld |
| 6 | 2002 | Emstek |
| 7 | 2003 | Plauen/Vogtland |
| 8 | 2008 | München |
Die Dokumentationen
stehen als PDF zur Verfügung
Walter Graf gab 1999 bekannt, daß er an einem Buch mit dem Titel "Kraftwerk Wiese" zur Propagierung der Graskraft-Idee arbeitet. Das schien der rechte Zeitpunkt zu sein, um mit Öfffentlichkeitsarbeit in die Offensive zu gehen. Für das Frühjahr 2000 wurde ein Graskraft-Seminar geplant, das in Triesdorf stattfinden sollte und bei dem das Buch vorgestellt werden sollte.
In diesen Jahren war es in Deutschland noch wenig bekannt, daß man aus grünen Pflanzen Biogas erzeugen konnte. Viele glaubten, es ginge nur mit tierischen Exkrementen, wie Gülle oder Mist. Nicht nur Landwirte, auch Experten von Hochschulen, aus der Verwaltung und von Verbänden kamen zum Graskraft-Seminar und erfuhren, wie es funktioniert und ließen sich von den Pionieren aus der Praxis berichten.
Insgesamt hat es sieben Graskraft-Seminare in den erste Jahren des 21.Jahrhunderts gegeben. Zu jedem gibt es eine Dokumentation, die auch von Interessenten erworben wurde, die nicht am Seminar selbst teilnehmen konnten. Danach war das Thema etabliert und andere Veranstalter übernahmen das Thema oder es wurde einfach in nomale Biogas-Tagungen integriert. Es zeigte sich, daß das Gras gegenüber dem Mais schlechte Karten hatte, weil nur auf die Hektar- und Gaserträge geschaut wurde. Die ursprünglichen ökologischen Ideen, die noch im Namen des Graskraft e.V. niedergelegt sind, wurden beiseitegeschoben.
Das erforderte eine Umorientierung und die letzten Jahre verbreiterte sich das Profil auf alle Formen der energetischen Biomasse-Nutzung: Pflanzenöl, Biodiesel, Festbrennstoffe.
2008 wurde in Verbindung mit dem Oktoberfest nochmal ein kleinere Veranstaltung mit einer Bestandsaufnahme durchgeführt.
Die Erfahrungen aus der Organisation der eigenen Graskraft-Seminare wurde anderen Veranstaltern zur Verfügung gestellt.
Es gab eine intensive Zusammenarbeit mit dem Internationalen Biogas- und Bioenergie-Kompetenzzentrum (IBBK) in Weckelweiler: Mitwirkung bei der Organisation von Fachveranstaltungen, Pressearbeit, Aufbau und Betreuung der Web-Site gehörten zu den Aufgaben. Für die neu gegründete Fördergesellschaft für nachhaltige Biogas- und Bioenergienutzung e.V. (FnBB) wurde die Website gestaltet und die Vereinsseiten in der Zeitschrift energie pflanzen betreut. Zusätzlich wurden für den redaktionellen Teil dieser Zeitschrift und anderer Fachzeitschriften, wie Neue Landwirtschaft, top agrar, BioLand, zahlreiche Artikel geschrieben.
Über das IBBK war eine Beteiligung an größeren Projekten möglich.;
So etwa 2005 / 2006 bei einem Beratungsprojekt auf Malta, das mit mehreren längeren Aufenthalten auf der Mittelmeerinsel verbunden war. Es wurden landwirtschaftliche Betriebe besucht und die tierischen Exkemente beprobt.
Danach verlagerten sich die Aktivitäten in den IT-Bereich, wo Leistungen für ein großes Pharmaunternehmen erbracht wurden. Es schien nun der Zeitpunkt gekommen zu sein, die eigentlich nur als Notlösung gegründete GbR in eine andere Unternehmensform zu überführen. An die Gründung einer GmbH war zwar immer gedacht worden, aber der erhebliche Aufwand und das notwendige Kapital ließen davon Abstand nehmen. Mit einer Gesellschaft nach englischem Recht schien es einfacher zu sein. So entstand im Sommer 2007 die Graskraft Ltd.
Verantwortlich für den Inhalt: Roland Schnell (roland@graskraft.de)