Der Landwirt, der heute beinnahe ausschließlich als Nahrungsmittellieferant betrachtet wird, hatte ursprünglich vielfältige Aufgaben. Er versorgte die Gesellschaft mit Nahrungsmitteln und Rohstoffen für Textilien und Dämmmaterial etc. und stellte außerdem Energie zur Verfügung Mit dem Wegfall dieser Vielfalt hat sich die landwirtschaftliche Stuktur geändert. Der Trend geht zu großflächigen Monokulturen. Die beschriebene strukturelle Veränderung in der Landwirtschaft hat auch zu Überproduktionen im Agrarsektor geführt.
Ziel des Projektes Graskraft ist daher dieser Entwicklung langfritig entgegenzuwirken um Überproduktion und damit die Agrarsubventionen abzubauen.
Die Graskraft-Idee bedeutet für die Umwelt, daß wir 100%-ige Kreisläufe schaffen. Wir haben in Bayern einen Landwirt, der sehr viel Mais vergärt und nachgewiesen hat, daß er für diesen Mais keinen Mineraldünger mehr zukaufen muß, weil er die Nährstoffe im Kreis führt. Das ist schön, weil der Mais ökologisch immer etwas kritisch betrachtet wurde. Also da ist ein Kreislauf der Nährstoffe möglich. Und wenn die Nährstoffe im Kreislauf bleiben, gibt es keine Probleme für Grundwasser und Boden.